Präsentation des Gedenkbuchs für die Remscheider Opfer der nationalsozialistischen Krankenmordaktionen
mit begleitender „Euthanasie“-Ausstellung
Vor mehr als 85 Jahren begann die planmäßige Vernichtung von mindestens 275.000 psychisch kranken und körperlich oder geistig behinderten Menschen. Sie wurden in verschiedenen, sich zum Teil überlappenden Mordaktionen zu Tode gebracht, die gemeinhin unter dem Begriff NS-„Euthanasie“ zusammengefasst werden. Wie viele Opfer unsere Stadt zu beklagen hatte, war bisher nicht bekannt.
Das Stadtarchiv Remscheid ist dieser Frage nachgegangen und präsentiert nach sechzehnjähriger Recherche die Ergebnisse in einem Gedenkbuch, das nun der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Ergänzt wird die Buchpräsentation durch eine themenspezifische Ausstellung mit dem Titel „Wohin bringt ihr uns? – ‚Euthanasie‘-Verbrechen im Nationalsozialismus“, die vom Erfurter Erinnerungsort Topf & Söhne – die Ofenbauer von Auschwitz konzipiert wurde und dem Stadtarchiv leihweise zur Verfügung gestellt wird.
Zur Buchpräsentation mit Ausstellungseröffnung laden wir Sie herzlich ein am
Donnerstag, den 5. November 2026 um 18 Uhr im Foyer des Rathauses.