Skulpturen im öffentlichen Raum

Frau in der Sonne

Curt Beckmann (1901 - 1970)

© Stadt Remscheid

Auf Grund einer Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalens, vertreten durch Landesbaurat Carl Hecking, wurde die Bronzeplastik "Frau in der Sonne" 1967 aufgestellt. Den überzogenen Proportionen des Frauenkörpers verschaffte der Volksmund schnell den Namen "Dicke Emma". Sie wurde zunächst auf der Terrasse des Hotels aufgestellt und dann später, vielleicht war sie dort nicht so gerne gesehen, zwischen die Parkbuchten gestellt.

 "… Dem ‚Ewig Weiblichen‘ vor allem galt seine Zuwendung in seinen Skulpturen in Muschelkalk, Marmor, Bronze, Zementguß. In ihren schwellenden Gliedern und Volumina mit oft porösen Oberflächen scheinen sich die Kräfte der Erde und die Wogen des Meeres zu vereinen. In der vitalen, spannungsreich ausgewogenen Formgebung sind sie unverkennbar Beckmanns Geschöpfe. Maillol, Henri Laurent, Hans Arp, Picasso fühlte er sich wesensverwandt. …" (https://www.duisburger-sezession.de/mitglieder/curt-beckmann)

Standort: Hotelparkplatz, Rastplatz Remscheid A1, 42859 Remscheid
Material: Bronze

Der Pfad

Tony Cragg (*1949)

© Stadt Remscheid

Tony Cragg hat diese Skulptur eigens für den Verein "Lenneper Pilgerfreunde e.V." konzipiert und angefertigt und auch den Standort dafür ausgewählt. Sie steht wenige Meter entfernt vom Jakobsweg, dem traditionellen Pilgerweg, der seit Jahrhunderten durch Lennep hindurchführt. Die Skulptur nimmt den Gedanken des Pilgerns und seiner Bedeutung für das Leben des Menschen auf.
In Symbiose mit dem durch die Stadt Remscheid neu gestalteten Munsterplatz entsteht so ein Ensemble, das unweit des geschäftigen Treibens in der Lenneper Altstadt sowohl die Vitalität des Pilgerwanderns symbolisiert als auch einen Platz zum Rasten darstellt und einen Ort der Kontemplation bietet.

Standort: Munsterplatz, 42897 Remscheid-Lennep  
Material: Edelstahl

Stuhl der Kreuzblume, ein Thron für die Natur

Anatol Herzfeld (1931 - 2019)

© Stadt Remscheid

Anatol Herzfeld, Schüler von Josef Beuys, bekannt durch seine Kunstwerke auf der Museumsinsel Hombroich und in vielen Städten Deutschlands, gestaltete im Jahre 1985 extra für die Adler Apotheke den "Stuhl der Kreuzblume, ein Thron für die Natur".  Er wurde im Rahmen einer Kunstaktion aufgestellt, bemalt und schließlich zusammen mit Kindern und Erwachsenen bearbeitet. (Text Homepage der Adlerapotheke Remscheid).

"Der Kreuzblütlerstuhl (1985) auf Remscheid's Alleestraße durchlebte eine Metamorphose: Der rohe Thronblock aus Anröchter Dolomit wurde mitten in der Fußgängerzone Alleestraße aufgestellt. Vor den Augen der Straßenpassanten malte Anatol 4farbige Bilder auf den Stein: Rapsblüte, Gebärende, Paar und Tod. 4 Wochen später meißelte er die plastischen Reliefbilder aus dem grün schimmernden Stein heraus." Zit.: Mus. Bochum, 21. 03. - 3. 05.1987, ANATOL, Natur + Technik

Standort: Alleestr. 11, 42853 Remscheid
Material: Anröchter Dolomit

Bergischer Löwe

Prof. Willi Meller (1887-1974)

© Stadt Remscheid

„Die Löwen sind los“ schrieb Gisela Schmoeckel 2014 in den Bergischen Blättern anlässlich der vom Remscheider Stadtmarketing initiierten Löwenparade im August desselben Jahres. Eine dem „Bergischen Löwen“ auf dem Theodor-Heuss-Platz nachempfundene weiße Kunststoffreplik wurde von Geschäften, Schulen, Unternehmen und Vereinen erworben, mit den eigenen Logos, nach eigenen künstlerischen Ideen gestaltet und als Identifikationsfigur mit dem Standort Remscheid häufig vor der eigenen Haustür zu Werbezwecken aufgestellt.

13,5 m hoch ist der monumentale Löwe aus Muschelkalk der von Prof. Willi Meller aus Köln (1887-1974) geschaffen wurde. Monumental ist auch das Wort, das die Kunst aus seiner Entstehungszeit – er wurde 1939 auf dem seit 1966 nach Theodor Heuss, dem ersten Bundespräsidenten der BRD, benannten Platz vor dem Remscheider Rathaus eingeweiht, kennzeichnet. Auch die Feier zu seiner Einweihung war begleitet von den zu seiner Zeit üblichen Demonstrationen von Macht und Stärke. Prof. Meller war ein im Nationalsozialismus sehr bekannter und gefragter Bildhauer und Architekt, der den Löwen als Sinnbild der Kraft und Wachsamkeit an exponierter Stelle geschaffen hatte. Sein Löwendenkmal erwies sich als äußerst haltbar. Selbst der entsetzliche Bombenangriff in der Nacht vom 30. zum 31. Juli 1943 konnte ihm nichts anhaben, wohingegen das schwer zerstörte Rathaus erst 1962 wiederhergestellt war.

Standort: Theodor –Heuss-Platz

Material: Muschelkalk

Geodaten: 51.1822417|7.186083089209831

TüPitter

Anna Wölfle-Fabricius (1906-1974)

© Stadt Remscheid

Nicht von ungefähr richtet der TüPitter seinen Blick in Richtung Rathaus. Die Figur stammt aus der Anfangszeit des Remscheider General-Anzeigers vor 131 Jahren. Unter dem Zuruf "Nit te bang! Tü, Pitter!" (Nur keine Angst! Zieh, Peter!) und unter der Vignette eines bärtigen Schmieds in Hemdsmauen (Hemdsärmeln) und Blotschen (Holzschuhen) schrieb Gustav Knipping als einer der ersten Redakteure des Remscheider General-Anzeigers eine auf Plattdeutsch gereimte Lokalkritik. Damit erhielt der RGA seinen Spitznamen: TüPitter.
Der TüPitter steht für den Anspruch, den Mächtigen auf die Finger zu schauen und Themen, die die Öffentlichkeit bewegen, an die große Glocke zu hängen.

Die Künstlerin erhielt ihre Ausbildung bei Professor Karl Albiker an der Staatlichen Akademie in Dresden und beendete ihr Studium mit dem "Großen Preis der Abgehenden". Sie vertiefte ihre Kenntnisse auf Reisen durch Italien und Griechenland. Seit 1946 lebte Anna Woelfle-Fabricius in Krefeld, wo sie zahlreiche Plastiken und Porträts in Eisenguss kreierte sowie Brunnen und Wandgestaltungen in Bronze, Eisen, Kupfer und Edelstahl.

Standort: Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid

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