© Sarah Baldy

Fundstücke

© Stadtarchiv Remscheid

„Nix ponjemaje!“

Fundstück des Monats Oktober 2021

Unter den vielen Einzelarchivalien, die sich in keinen Kontext (mehr) eingliedern lassen, befindet sich auch das Fundstück des Monats Oktober. Es handelt sich um ein etwa DIN A 5 großes Blatt holzhaltigen Papiers, das durch mehrfaches Kopieren und vermutlich noch häufigeres Zusammenfalten brüchig und teilweise unleserlich geworden ist. Ein Zettel, den man – wäre man kein Archiv – nach flüchtiger Inaugenscheinnahme in die Papiertonne werfen würde.

Das Soldbuch des Ernst Laussat

Fundstück des Monats September 2021

Das Fundstück des Monats September 2021 ist das Soldbuch des ehemaligen Lenneper Bürgers, Ernst Laussat. Das Soldbuch der Wehrmacht war zugleich der Personalausweis eines Soldaten. Es enthielt unter Anderem Informationen über die Person, den Truppenteil, Aufenthalte in Lazaretten, erhaltene Kleidung und Löhne, Urlaubstage, Besitznachweise über Waffen und Geräte, Besoldungsnachweise und Auszeichnungen. Kurzum es spiegelt das Leben des Soldaten, welchem es gehörte, während des Krieges detailliert wieder. Wer war Ernst Laussat und wie ist es ihm ergangen? Diesen Fragen können wir anhand seines Soldbuches nun nachgehen.

© Stadtarchiv Remscheid
© Stadtarchiv Remscheid

RILOGA-Werke - Erinnerungen an ein Remscheider Traditions-Unternehmen

Fundstück des Monats August 2021

Das Fundstück des Monats August ist ein Konvolut des Nachlasses von Heinz Wippermann. Der langjährige Buchhalter der Riloga-Werke in Remscheid hatte in seiner Freizeit Fotobücher und Informationen zu seinem Arbeitgeber, Riloga und seiner Heimatstadt Remscheid fein säuberlich, ganz in Manier eines „Vollblut-Buchhalters“, zusammengefasst. Zurückbleiben damit wunderbare Aufzeichnungen die das Wirken innerhalb des Betriebes und das Leben in Remscheid in den 1950er – 1990er Jahren in Form von Bildern und Lebenserinnerungen porträtiert.   

Schlagt zu fürs Vaterland!

Fundstück des Monats Juli 2021

Das Fundstück des Monats ist diesmal ein echter Dachbodenfund, ein Reservistenbild, das den Remscheider Fabrikanten Walter Platte an seine Dienstzeit von 1905 bis 1907 erinnern sollte. Es befand sich über viele Jahrzehnte auf dem Dachboden des Hauses Kratzberger Str. 96.

© Stadtarchiv Remscheid
© Stadtarchiv Remscheid

Remscheid geht in Flammen auf

Fundstück des Monats Juni 2021

„Um 20 Minuten vor 2 Uhr, also nachdem wir 1 Stunde bereits Alarm hatten, mussten wir feststellen, dass nicht allein über Remscheid der Himmel durch viele Feuer ganz hell war, es musste auch in unserer Nähe brennen und es war am Neuland. (…)“

Das Fundstück des Monats Juni 2021 ist ein 2 Seiten langer Brief, den Karl Halbach am 6. August 1943, nur wenige Tage nach dem großen Bombenangriff auf Remscheid, an seinen Sohn schreibt, den er noch rechtzeitig aufs Land in Sicherheit geschickt hatte. Er schildert darin detailliert, wie die Bewohner der Ortschaft Langenhaus den Bombenangriff auf Remscheid vom 30./31. Juli 1943 erlebten.

Dem Gaste gehört der Ehrenplatz

Fundstück des Monats Mai 2021

Der Freundesbund des „Zehnkäntigen Tisches“ wurde im April schon ausgiebig vorgestellt, doch aus welchem Holz seine Mitglieder geschnitzt waren, wurde noch nicht verraten. Dies wollen wir in diesem Monat nachholen und verraten, wie der Autor des Freundesbuches, Dr. Ludwig Kayser, die neun Gefährten jeweils charakterisierte. Der zehnte Stuhl am Tisch war für Gäste reserviert, die man oft und gern empfing und zwar mit der Inschrift: „Willkommen beim Wein! Als Gast tritt ein in unseren Verein!“. Jeder Gast musste sich in das aufwändig gestaltete, in Leder gebundene Gästebuch eintragen und eine persönliche Widmung hinterlassen. Manch einer demonstrierte gar sein zeichnerisches Talent. Auf eine Eintragung möchten wir in diesem Fundstück genauer eingehen. Der Sohn einer skandalträchtigen, wohlhabenden Plantagenbesitzerin aus Neuguinea verweilte auf seiner Europareise in Remscheid und nahm natürlich Platz  am zehnkäntigen Tisch...

© Stadtarchiv Remscheid
© Stadtarchiv Remscheid

Glück auf die Reise, liebes Buch!

Fundstück des Monats April 2021

Ein kleines schwarzes Büchlein mit der goldenen Inschrift "Die Geschichte des zehnkäntigen Tisches" ist unser Fundstück des Monats April 2021. Es überdauerte 2 Weltkriege und befand sich über ein Jahrhundert im Besitz der Familie Hasenclever. Es porträtiert die Zusammenkünfte der, zur besseren Gesellschaft gehörenden, Remscheider Kaufleute und Industriellen, die gerne Sonntags auf ein Gläschen Wein am zehnkäntigen Tisch zusammenkamen. 

„Wir lassen uns nicht mit Hühnerknochen bewerfen…“

Fundstück des Monats März 2021

Generationen von Schülerinnen und Schülern haben seit der Eröffnung im Jahr 1960 glückliche Tage oder Wochen im Remscheider Schullandheim in Serkenrode verbracht und denken noch heute gern daran zurück – die wenigen Ausnahmen dürften eher die Regel bestätigen. Rund 40.000 Kinder haben hier im Laufe der 19jährigen Geschichte der Einrichtung ihren Aufenthalt genossen. Ein amüsanter Beschwerdebrief der Klassen 4a und 4c über ein "ungenießbares Spinatgericht" und das Bewerfen mit Hühnerknochen von einer Küchenmitarbeiterin, laden zum Schmunzeln ein. 

© Stadtarchiv Remscheid
© Stadtarchiv Remscheid

Porträt Albert Kotthaus und Alwine Afflerbach - eine Remscheider Familien- und Firmengeschichte

Fundstück des Monats Februar 2021

Fundstück des Monats Februar, ist das Foto des Ehepaares Albert Kotthaus (1854-1933) und Alwine Afflerbach (1858-1928), aufgenommen vermutlich in den 1920er Jahren.
Fotos sind nicht nur eine schöne Erinnerung an vergangene Zeiten, sie machen Geschichte erlebbar. Die Geschichte, die dieses Bild erzählt, ist die einer Remscheider Fabrikantenfamilie, deren Firmengeschichte bereits 1855 beginnt.

Tagebuch des Remscheider Kaffeemühlenfabrikanten Friedrich Dienes

Fundstück des Monats Januar 2021

Tagebücher sind für Archive, wenn Sie nicht ausschließlich private Empfindungen enthalten, von unschätzbarem Wert. Denn sie bilden das alltägliche Leben einer längst vergangenen Zeit ab. Unser Fundstück des Monats Januar 2021 ist das Tagebuch des Kaffeemühlenfabrikanten Friedrich Dienes. Es spiegelt nicht nur den Alltag eines Remscheiders in der Zeit vor und während des 2. Weltkrieges wieder, sondern auch die Anfänge einer Firma, die ihre Kaffeemühlen von Remscheid aus in die ganze Welt exportierte.

© Stadtarchiv Remscheid
© Stadtarchiv Remscheid

Remscheids Trunkenbolde

Fundstück des Monats Dezember 2020

Am 15. August 1853 sah sich der damalige Remscheider Bürgermeister Bertram Pfeiffer aus gegebenem Anlass gezwungen, eine Polizeiverordnung zu erlassen, die dem „übermäßigen Genusse des Branntweins möglichst entgegen wirken“ sollte. Polizeikommissar Ludwig fertigte ein entsprechendes  Verzeichnis derjenigen Personen, welche als Trunkenbolde allgemein bekannt sind. Dieses Verzeichnis wurde seinerzeit unzweifelhaft an alle Remscheider Gastwirte ausgegeben und das waren um die Mitte des 19. Jahrhunderts gar nicht wenige. Und doch ist nach derzeitiger Kenntnis nur ein einziges Exemplar davon erhalten geblieben. Es war an „Richard Becker, Ehringhausen“ adressiert und hing in dessen Gaststube über lange Jahre und Jahrzehnte an der Wand … 

„God, God, we are saved“ - Die glückliche Errettung des Flugpioniers Hans Bertram

Fundstück des Monats November 2020

1985 fesselte ein sechsteiliger Spielfilm die Zuschauer vor den Fernsehgeräten: „Flug in die Hölle“ mit Helmut Zierl in der Hauptrolle. Vielleicht war nicht jedem Zuschauer bekannt, dass es sich um die Verfilmung einer wahren Begebenheit handelte, um das große Abenteuer des aus Remscheid stammenden Pioniers der Luftfahrt Hans Bertram, der im Jahr 1932 mit einer Junkers W 33 mit dem Namen „Atlantis“ zusammen mit dem Flugzeugmechaniker Adolf Klausmann in Nordwest-Australien in der Nähe von Wyndham notlanden musste und 53 Tage im Busch um sein Überleben kämpfte. Von den Rettungsexpeditionen bereits aufgegeben, wurden Bertram und sein Kamerad buchstäblich im letzten Augenblick von australischen Eingeborenen gefunden. Hastig kritzelte Bertram eine Nachricht für die Missionare der Drysdale River Mission, die mit den Worten beginnt:

„God, God, we are saved“

© Stadtarchiv Remscheid
© Sarah Baldy

Poesiealbum aus dem 19. Jahrhundert

Fundstück des Monats Oktober 2020

Der Brauch, jemandem eine Widmung in Form einer eigenhändig beschriebenen Buchseite zur ewigen Erinnerung mit auf den Weg zu geben, hat eine lange Tradition. Anfangs waren diese Büchlein vorwiegend unter Studenten verbreitet, im 19. Jahrhundert aber fanden sie auch in weiten Teilen der übrigen Bevölkerung großen Anklang. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein waren Poesiealben sehr beliebt, denn sie drückten Wertschätzung aus – für die Person, die um einen Eintrag gebeten wurde, aber auch für die Person, die den Eintrag erhielt. Heute haben teilweise vorgedruckte Freundebücher das gute alte Poesiealbum verdrängt.

Die Bergische Kaffeetafel

Fundstück des Monats September 2020

Die Bergische Kaffeetafel ist seit jeher in Remscheid und dem ganzen Bergischen Land bekannt und beliebt. Wie der Kaffee ins Bergische Land kam und sich die typische Kaffeetafel entwickelte, lesen Sie in diesem Artikel. Eine Geschichte von Dröppelminas, Muckefuck und bergischen Kaffeekränzchen.

© Sarah Baldy
© Sarah Baldy

Remscheid in der unmittelbaren Nachkriegszeit

Fundstück des Monats August 2020

Bei Renovierungsarbeiten in dem Gebäude des ehemaligen Lenneper Amtsgerichtes, wurden hinter der Wandverkleidung alte Dokumente aufgefunden. Darunter einige Schriftstücke, die den Alltag in Remscheid unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges wiederspiegeln. ....

Dachbodenfund "Gaststätte Sieper Höhe"

Fundstück des Monats Juli 2020

Jahrelang war die Gaststätte "Sieper Höhe" ein lokaler Treffpunkt. Nun ist die ehemalige Gaststätte verkauft worden und der neue Besitzer fand auf dem Dachboden des alten Hauses Unterlagen über die ehemaligen Inhaberfamilien Halbach und Lüttgen. Aus den Fundstücken aus alten Studentenverbindungszeiten, alten Familienfotos und Notariatsurkunden lässt sich ein Bild erstellen, das die Geschichte der Gaststätte und ihrer Inhaber wiederspiegelt... 

 

© Sarah Baldy

Sie benutzen offenbar den Internet Explorer von Microsoft als Webbrowser, um sich unsere Internetseite anzusehen.

Aus Gründen der Funktionalität und Sicherheit empfehlen wir dringend, einen aktuellen Webbrowser wie Firefox, Chrome, Safari, Opera oder Edge zu nutzen. Der Internet Explorer zeigt nicht alle Inhalte unserer Internetseite korrekt an und bietet nicht alle ihre Funktionen.